Thema: Hans Dichand (1921-2010) gestorben |
|
|
@ Caracan: Jaja, ich weiß schon, was du meintest. Das mit dem Raum und den Gefühlen war auch nur ein Beispiel, um es dir verständlich zu machen. Aber ich als Chemikerin bin dennoch davon überzeugt, dass das auch auf weite Distanzen ohne physische Anwesenheit funktioniert. Und zwar bei allen Menschen, da braucht es keine "außersinnlichen" Fähigkeiten. Nur sind einige dafür eben sensibler und andere nicht.
Die strikte Weigerung der meisten Naturwissenschafter etwas zu akzeptieren, das sie nicht gelernt haben, ist wohl eine Grundkonstante. Man erinnere sich nur an die heftige Ablehnung der Quantenmechanik. Oder anders ausgedrückt: Die NaWi wollen immer Beweise auf Ebenen, auf denen sich das Phänomen schlecht oder eben noch nicht beweisen lässt. Beispiel? Beweise einem geborenen Blinden die Existenz von Farben. Gesetz den Fall, du bist in einer Minderheit von Sehenden unter einer Mehrheit von Blinden, dann wird man die Farben eher als Einbildung abtun. Dass heutzutage die Blinden das Phänomen "Farbe" akzeptieren, liegt nur daran, dass sie in einer Minderheit sind und sie von der Mehrheit überstimmt werden. Wie bei der Quantenmechanik. Wenn sich eine gewisse kritische Anzahl von Befürwortern findet, die sich obendrein die Mühe macht, ein Phänomen mit den akezptierten Mitteln der Wissenschaft zu um- bzw. beschreiben, dann wird selbiges Phänomen irgendwann als zulässig akzeptiert. Aber man baut an seinen Grenzen sofort neue Mauern, um ja nichts anderes "reinzulassen". Bis der nächste kommt und so lange an den Mauern kratzt, bis die kritische Anzahl wieder erreicht ist. Usw.
Ich wage zu prophezeihen, dass in nicht allzuferner Zukunft heutige "übersinnliche Phänomene" wie Telepathie etc. mit akkordierten wissenschaftlichen Methoden gemessen und erklärt werden können. Das einzige, was uns fehlt, ist ein Weg, das ganze zu messen. Und solange die Wissenschaft nicht messen kann, negiert sie. Das sehen wir ja tagtäglich, jeder, der ein Leiden hat, von dem der Arzt noch nichts gehört hat, darf sich anhören, dass er sich alles nur einbilde.
|
|
Thema: Hans Dichand (1921-2010) gestorben |
|
|
| Zitat: |
Original von Caracan
Es ist ja nicht so als hätte das irgendeine Auswirkung aus dessen tatsächliche Lebensdauer. Das wäre dann übersinnliche Beeinflussung, und sowas gibt es nicht. So kann man jedem alles an den Hals wünschen was man will. |
Sagen wir mal, du glaubst nicht daran. Und das Wort "übersinnlich" ist auch irreführend, weil es Hokuspokus impliziert. Aber dass soetwas sehr wohl funktioniert, habe ich mehrfach erlebt. Natürlich nicht in dem Ausmaß, dass jedes Mal, wenn man sich denkt, der oder diejenige möge doch tot umfallen, dies auch tatsächlich geschieht. Nicht so plakativ. Aber geh mal in einen Raum hinein, in dem nur 3 Leute sind, die eine massive Aversion gegen dich haben. Das spürst du, ohne, dass sie etwas sagen.
Aber egal, das soll jeder glauben oder nicht glauben, wie er möchte.
Ich finde den Gedanken "Na endlich" nicht besonders schlimm, weil ich ihn wie bereits erwähnt nicht auf den MENSCHEN Dichand gerichtet habe, sondern auf das, was er symbolisierte, was er tat und wofür er stand. Seine Familie kannte ich genauso wenig, und denen werden meine Gedanken anzunehmender Weise auch herzlich wurscht sein.
Und man bedenke: Das war ein 89-jähriger Mann. In einem solchen Alter darf man das ja wohl schon denken, weil es absehbar ist. Bei Jörg Haider habe ich es mir zB NICHT gedacht, weil es unerwartet passierte und kein natürlicher Tod (i.e. aufgrund von Altersschwäche) war.
|
|
Thema: Hans Dichand (1921-2010) gestorben |
|
|
Wobei ich natürlich noch hinzufügen möchte, dass ich jedermanns Trauer respektiere, wenn er sie denn empfindet, gleich ob er Dichand nun gekannt haben mag oder nicht.
|
|
Thema: Hans Dichand (1921-2010) gestorben |
|
|
Ich weiß nicht, ob das etwas mit Moralvorstellungen oder nicht vielleicht doch eher mit Verlogenheit zu tun hat.
Ich habe Hans Dichand nicht persönlich gekannt, mir war er also als Mensch fremd. Das, was ich von ihm kannte, war sein Machtstreben (über eine niveaulose Zeitung die Massen beeinflussen) und seine offensichtliche Sympathie für Rassismus. Und das war mir nicht eben sympathisch.
Ich habe Dichand keine Krankheit an den Hals gewünscht, noch, dass er möglichst bald sterben möge - das wäre in der Tat verwerflich gewesen. Aber nun geschah eben das, was mit uns allen geschehen wird, und er ist gestorben, und ich würde lügen, wenn ich Trauer heuchelte.
|
|
Thema: Information zu diesem Thema |
|
|
Wie sich jeder vorstellen kann, bewegt man sich auf dünnem Eis, sobald man Geschichten über den Tod schreibt, denn irgendwann, früher oder später, sind einzelne Leser der Geschichte betroffen, und auf einmal ist das Thema "Tod" nicht mehr so lustig.
Ich habe mich eigentlich immer bemüht, meinen Comic so zu gestalten, dass es offensichtlich wird, dass ich mich über den Tod nicht lustig mache. Ja, der Grundtenor ist natürlich humoristisch, aber schon im ersten Teil der Geschichte werden auch die weniger amüsanten Aspekte angeschnitten. Als Mercedes ihren Vater verliert, beispielsweise, oder als die vielen Leute im Theater verbrennen.
Der Tod ist für mich ein wichtiges und keinesfalls ein Klamaukthema. Diejenigen, die einen nahestehenden Menschen oder auch ein Tier verlieren, haben Trauerarbeit zu bewältigen, über das man sich weder lustig macht, noch von dem man sich beschämt abwendet.
Genau deshalb und auf eigentlichen Ideenanstoß Annis eröffne ich jetzt diesen Thread. Er ist für Leute gedacht, die einen Verlust erlitten haben. Ihr könnt darin direkt an die Verstorbenen schreiben, ihr könnt sie uns Forumslesern vorstellen, oder ihr könnt auch eurem Schmerz Luft machen und mal dem Schicksal eure Meinung sagen. Es sei euch allen frei überlassen, wie ihr das handhaben wollt, meine einzige Bitte ist, von allzu wüsten Beschimpfungen/Kraftausdrücken abzusehen.
Weiters möchte ich jeden Außenstehenden Leser bitten, die Gefühle der Betroffenen zu respektieren und sich nicht zu mokieren. Pietätlose Kommentare werden von den Moderatoren gelöscht.
|
|
|